Wieso eigentlich wird der SPD kaum Wirtschaftskompetenz zugesprochen?

Das Medien-Business hat sie – ganz im Gegensatz zu den Mitgliederzahlen derzeit – offenbar bestens im Griff:

Während die Beitragszahlungen aufgrund der schwindenden Mitgliederzahl in den letzten Jahren zurückgegangen sind, werden die Ausschüttungen der DDVG für die SPD immer lukrativer. Bis ins Jahr 1997 betrugen sie nie mehr als 500.000 Euro. Seitdem sind die Prämien stetig gewachsen. In den Jahren 2005 und 2006 wurden insgesamt rund 14 Millionen Euro ausgeschüttet, 2007 und 2008 gut 20 Millionen. Allein 2008 überwies die DDVG 11,4 Millionen Euro an die Gesellschafterin SPD.

Schwarz-Gelb dachte nach der Bundestagwahl kurzzeitig sogar darüber nach, der SPD-Medienbeteiligung per Koalitionsvertrag den Kampf anzusagen – verzichtete dann aber doch darauf. “Wir sind da sauber”, meint Hendricks. So veröffentliche man jedes Jahr entsprechende Berichte auf einer Bilanzpressekonferenz. Auch habe das Bundesverfassungsgericht 2008 nichts gegen die Medienbeteiligung einzuwenden gehabt. “Wir wirtschaften mit unserem eigenen Besitz und haben ihn klug gemehrt”, sagt Hendricks.

“Dafür sollten wir eigentlich Lob erhalten.”

Finde ich eigentlich auch.

Aktuell bei Spiegel Online im Mövenpick-Partei-Artikel.

Kommentare

  1. Da schließe ich mich gern an.

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