Wie Journalisten sich durch die Nähe zur Macht korrumpieren lassen.

Grade über diesen Tweet von RAStadler ein großartiges Interview über vier Journalisten großer deutscher Zeitungen gefunden, die sich durch ihre Nähe zu den Mächtigen korrumpieren lassen. Bei der Aufnahme in die engen Zirkel der Macht verlieren sie ihre kritische Distanz. Und damit die Fähigkeit, Anwalt der Öffentlichkeit zu sein. Stattdessen werden sie zu Anwälten derer, die sie eigentlich kontrollieren sollen. Und so lautet die zentrale Frage:

Wollen wir, dass unsere größten und einflussreichsten Medien eine starke Schlagseite in Richtung der Eliten haben, oder wollen wir eher neutrale Beobachter, Kritiker und Kontrolleure haben – die aber vielleicht nicht immer die heißesten Indiskretionen und neuesten Insider-Informationen aus dem Elitenmilieu haben?

Ich finde großartig, dass dieses Thema so explizit diskutiert wird — den es dreht sich immerhin um wichtige Journalisten bei der Süddeutschen Zeitung, FAZ, ZEIT und WELT. Dass die sich durch ihre Nähe zu Politikern und Wirtschaftsbossen weg vom Interesse der Öffentlichkeit bewegen und hin dazu, Fürsprecher für die Politik dieser wenigen zu werden, darf eigentlich nicht überraschen. Aber es wird zu wenig explizit diskutiert!

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