Warum die Zwei-Klassengesellschaft der Telekom das Internet in Deutschland kaputt macht.

Das Internet ist heute zu dem geworden, was es ist, weil es für jede und ihre großartigen Ideen offen steht. Die Erfinder von YouTube konnten ihre Seite entwickeln und ins Netz stellen, sie mussten niemanden um Erlaubnis bitten. Die Macher von Facebook konnten dies genauso tun wie Entwicklerinnen aller anderer Seiten und Dienste, die wir im Netz schätzen gelernt haben.

Die Deutsche Telekom will diese Freiheit der Innovation im Netz nun in Deutschland abschaffen. Künftig sollen alle Kunden, die das Netz der Telekom verwenden, ab einer bestimmten Nutzungsintensität nicht mehr alle Internetseiten und Angebote in der gleichen Geschwindigkeit bzw. Qualität angezeigt bekommen. Nur die Angebote, die der Telekom Geld dafür bezahlen, oder die der Telekom selbst gehören, sollen unvermindert durchgeleitet werden.

Mit anderen Worten: die Telekom führt eine Zwei-Klassen-Gesellschaft ein, die das Internet zu ihrem eigenen Spielfeld werden lässt. Und das darf nicht sein. Denn damit spielt sie sich zum monopolistischen Internet-Kontrolleur in Deutschland auf.

[Dieser Text ist ein Versuch, das Thema Netzneutralität zu erklären, ohne den Begriff Netzneutralität zu verwenden.]

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