Twitter rockt eher indirekt.

Mein possierlicher kleiner Text gestern, der den emsigen Anwärtern den Einstieg ins Berater-Berater-Geschäft erleichtern soll, hat erstaunliche Resonanz gefunden – Backtype hat 167 Tweets gezählt, für meine Verhältnisse ist das üppig. Umso erstaunter war ich, als ich heute morgen in Google Analytics geguckt habe, welchen Traffic die Software denn so über den Tag gezählt hat. 4063 Pageviews waren’s gestern offenbar.

Da konnte ich sehen, dass die Twitter-Links (die auch von einigen Leuten mit ganz stattlichen Follower-Zahlen kamen) im Vergleich zu anderen Quellen recht blass aussehen [Nachtrag unten, hier hat der Verfasser einen Denkfehler gemacht ...] – der mit Abstand größte Teil der Views entstand direkt, also vermutlich, weil der Link per E-Mail weitergeleitet wurde, und auch im E-Mail-Newsletter von Turi2 verlinkt war. An zweiter Stelle kommt dann gleich das Lawblog von Udo Vetter, der mit einem dezenten Link in einem Linklisten-Posting darauf hingewiesen hat. Und danach erst Twitter, mit – laut dieser Statistik – 343 gezählten Views.

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Das wären bei Twitter also nur gut 2 Klicks pro Tweet.

Mein Fazit: wenn ein Text seine Reichweite aufbaut, dann funktioniert Twitter wirklich nur als der Filter, über den der Inhalt seinen Weg zu Leuten findet, die über Blogs etc. eine deutlich höhere Reichweite bei ihrem Lesepublikum haben und dort dann eine wirklich wirkungsvolle Empfehlungen aussprechen können. (Wer besser weiß, wie man Google Analytics vernünftig interpretiert, ist herzlich eingeladen, dazu zu kommentieren. Ich kenne mich damit noch nicht so gut aus.)

Nachtrag: danke an Kosmar für den Kommentar, ich hätte meinen Text nicht morgens früh vor 8 schreiben sollen, wenn man noch nicht wach ist … Die Twitter Clients werden sicherlich auch unter direkte Treffer gezählt. Und damit ist meine Intepretation doch eher Unsinn. Aber ist ja eigentlich auch schön, denn dann zeigt das ja, dass man sich vielleicht doch ein paar Leser über Twitter zusammensammeln kann.

Kommentare

  1. ich schätze mal stark, dass klicks aus twitter-clients auch unter [direct] aufschlagen, da/wenn sie keinen browser-referrer erzeugen.angenommen clients machen immernoch 75% des twittertraffic aus (wilde schätzung von mir) dann kannst du 343*3=1019 der 1700 unter [direct] auch twitter zuordnen.

  2. @kosmar Auwei. Natürlich. Du hast recht. War zu früh am Morgen. An die Twitter Clients habe ich überhaupt nicht gedacht.

  3. Wie Kosmar schon sagte, fallen Klicks von Twitter-Clients auch unter Direct.Alles unter direct eingeordnet: Klicks aus Emails, RIAs und mobilen Apps, IM, softwarebasierte Feedreader. Nimmt insgesamt auch eher zu als ab..

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