Meine Lieblingspodcasts: Invisibilia, WTF und Bullseye.

Das Thema Podcasts scheint ja aktuell in Deutschland irgendwie Fahrt aufzunehmen. Hier mal meine drei Favoriten, allesamt aus den USA und dort aus der Kultur- und Wissensecke — und, man höre und staune, “Serial” oder “This American Life” sind nicht dabei, ja sapperlot!

NPR Invisibilia
http://www.npr.org/programs/invisibilia/
Meiner Meinung nach der am liebevollsten und aufwändigsten produzierte Podcast, den ich kenne. Da steckt unendlich Mühe drin. Und ich warte sehnsuchtsvoll auf eine zweite Staffel. In der ersten sind die absoluten Kracher “How to become Batman” und “Locked-In Man”. Vor denen muss ich fast warnen, da kommen einem die Tränen vor Rührung und Begeisterung.

WTF with Marc Maron
http://www.wtfpod.com/
Marc Maron ist ein US-Comedian, Freak, Schauspieler, Autor und: Podcaster. Er hat den absoluten Volltreffer gelandet, als Barack Obama in seiner Garage für einen Podcast zu Gast war. Eine Sternstunde. Dazu gab es eine Zusatzfolge, in der er das Erlebte aufgearbeitet hat. Eine “traditionellere Folge”, die ich sehr empfehlen kann, ist sein Interview mit Michael Moore. Die ersten 20 Minuten nutzt er, um eine aktuelle “Plagiats”-Kontroverse um Amy Schumer mit viel emotionalem Verve haarklein zu sezieren und als anti-feministisch zu outen. Weiterer persönlicher Favorit unter den Gästen: Crispin Glover (der Vater von Marty McFly im ersten “Back to the Future”, groß.) Allgemein kann man immer rund die ersten zehn Minuten vorspulen, dann überpringt man den persönlichen Monolog von Maron und kommt direkt zum Interview. Je länger man ihn hört, desto mehr beginnt man aber, diesen Monolog auch zu schätzen.

Bullseye with Jesse Thorn
http://www.maximumfun.org/shows/bullseye
Jesse Thorn hat eine der angenehmsten Radiostimmen, die ich je gehört habe. Und er interviewt in seinem Podcast Bullseye Kulturschaffende auf so eindringliche und persönliche und begeisterte Weise, dass man nicht anders kann als Anteil zu nehmen. Wirklich toll. Am Ende kommt immer “The Outshot”, da kommentiert er fünf bis sieben Minuten lang (oder so) eine besondere Sache, die ihm grade am Herzen liegt. Das kann ein aktueller Blockbuster im Kino sein oder aber auch eine obskure Fringe-Kultur aus den 60ern. Immer lernt man etwas. Dazu ist er Chef des wachsenden kleinen Podcast-Imperiums “MaximumFun.org“.

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