Kampfansage an Möchtergern-Nerds.

Der Berlin-Kulturnewsletter Sugarhigh öffnet heute mit einem schönen Rant:

Zum Nerd wird man geboren, nicht gemacht.

Traurig, aber wahr: Was früher mal eine unverwechselbare, wenngleich verspottete gesellschaftliche Gruppierung war, ist inzwischen längst infiltriert von einer hornbebrillten, hemdentragenden Armada von Hipsterhochstaplern, die niemals ein herzhaft-nerdiges Grunzgelächter hinkriegen würden – selbst dann nicht, wenn man ihnen zur Belohnung eine lebenslange Frei-Haus-Lieferung von siebbedruckten Stoffbeuteln in Aussicht stellen würde. Tatsache ist: Foucault-Zitate, Riesenbrillen und Pullunder allein machen noch lange keinen Nerd. Entweder man hat eine todernste Schwäche für Nischenwissen (z. B. französische Literatur des 16. Jahrhunderts, Stringtheorie oder Klingonen) oder eben nicht. So einfach ist das. Und jetzt hau ab, du Stiesel mit deinen schnöd-ironischen Hosenträgern.

Hier der gesamte Text.

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