Hurra! D64 ist da!

Ich bin sehr begeistert, dass heute D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt an den Start geht, und dass ich als Gründungsmitglied dabei sein kann. Entstanden als Idee, die Lars Klingbeil, Nico Lumma und Mathias Richel irgendwann im Jahr 2009 hatten, inspiriert von der Arbeit demokratischer Think Tanks in den USA, haben vor allem diese drei, in der Zusammenarbeit mit einem erweiterten Kreis von Mitwirkenden, in den vergangenen zwei Jahren aus der Idee ein Konzept entwickelt und nun umgesetzt. Heute gehen wir damit online!

Das D64 ist als Verein gegründet und steht der SPD nahe. Denn alle, die dabei sind, denken, dass viele sozialdemokratische Ideen wichtig für unsere Gesellschaft sind. Das D64 ist aber von der SPD unabhängig, denn alle, die dahinter stehen, sind ebenso überzeugt, dass die SPD noch einen Weg vor sich hat, um als Partei die Möglichkeiten der digitalen Revolution für die Politik, die Demokratie und die Gesellschaft zu begreifen, zu verinnerlichen und zu nutzen.

Und weil man Veränderung — gerade so tiefgreifende Veränderung — manchmal besser von außen als von innen anregen, fordern, erklären kann, haben wir diesen Verein gegründet. Er wendet sich an alle Menschen, die täglich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen des Internets für die Transformation unserer Gesellschaft arbeiten und diese in die Politik tragen wollen. Und die sich einig sind, dass man Politik für die Zukunft nicht mit Gedankengut von gestern machen kann. D64 will deshalb Taktgeber für die Politik sein, um Deutschland für die digitale Demokratie vorzubereiten.

Besonders hervorheben muss ich Mathias Richel, der die Sache mit unglaublichem Enthusiasmus und Energie voran getrieben hat, und der den Verein als hauptamtlicher Vorsitzender des Vorstandes leiten wird. Gründungsmitglieder sind dazu eine Reihe großartiger und höchst kompetenter Leute: Mercedes Bunz und Mario Sixtus, die zu den bekanntesten deutschen (Netz-)Journalisten gehören, sind ebenso dabei wie Tina Kulow von Facebook und Stefan Keuchel von Google, oder der “Postdramatiker” und Online-Werbe-Kreativpreisgewinner Ulf Schmidt, PickiHH ist genauso mit von der Partie wie “Off the Record”-Olaf Kolbrück. Die gesamte Liste der Gründungsmitglieder findet sich hier. Dazu natürlich der Vorstand, der hier in seiner ganzen Pracht dargestellt ist. 

Für die Seite des D64 habe ich auch einen Text über meine eigene Motivation für die Mitgliedschaft geschrieben: Warum ich mich bei D64 engagiere.

Auf der Seite gibt es noch eine Reihe weitere Texte, die ich wärmstens empfehlen kann, weil sie erläutern, wer wir sind und was wir wollen. “Partizipation in der Politik & D64″ beispielsweise, der ein wenig erklärt, wie es dazu kam, und was D64 mit Partizipation in der Politik zu tun hat. Oder unser Mission Statement.

Auf Facebook und Twitter findet man uns natürlich auch.

Und nun wünsche ich dem D64 und uns allen eine enorm spannende Zeit, viel Erfolg, Resonanz, Kritik, Debatten und Gestaltungsmöglichkeiten. Und viele neue Mitglieder – für Interessenten geht es hier entlang.

(Randbemerkung: meine Mitgliedschaft bei D64 ist meine Privatsache und hat nichts mit meiner Arbeit bei der trnd AG zu tun. Die trnd AG ist nicht politisch aktiv.)

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