Domainnamen reservieren müssen wir nicht, wir haben ja Google.

Anruf von einer Agentur:

Ansprechpartner in der Agentur (AA): “Wir arbeiten für [Produktname], von [großer Telekommunikationsanbieter]. Das ist eine Webplattform, für die wir Multiplikatoren brauchen.”

Ich: “Aha. Kann man sich die Plattform schon ansehen?”

AA: “Ja, geben sie mal [Produktname] ein.”

Ich tippe www.[Produktname].de in meinen Browser ein. Mir wird eine Sedo-Seite angezeigt, die die Domain geparkt haben.

Ich: “Meinen Sie wirklich, dass Sie die entsprechende Domain haben?”

AA: “Äh, Domain? Naja, ich meinte mehr, dass Sie das bei Google eingeben.”

Ich: “Naja, die Domain [Produktname].de hat Sedo geparkt, ich würde mich da sehr ranhalten, sonst wird sich die jemand anders unter den Nagel reißen.”

AA: [Zeichen leichter Hektik am Telefon.]

Dazu fallen mir zwei Dinge ein:

  1. Es gibt offenbar immernoch Unternehmen und “Kommunikationsberater”, die es nicht für nötig halten, wichtige Domains vor dem Launch eines Produktes zu reservieren.
  2. Man ahnt gar nicht, wieviele Leute das Suchfenster von Google für die Adresszeile ihres Browsers halten. Ein Freund sagte mir, dass es mittlerweile Studien dazu gibt, wieviel CO2 allein dadurch in die Luft gebraten wird, dass Google Suchanfragen von Leuten bearbeitet, die auch die URL direkt ins Browserfenster hätten eingeben könnten.

Kommentare

  1. Diese “Studien” sind eher amüsante Rechenspiele. Und in der Tat ist die Adresszeile von Firefox und Chrome auch als Google-Eingabefeld zu gebrauchen.

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