Den Film zu Prism gibt’s schon. Seit 1999.

Ich habe grade Staatsfeind Nr. 1 (Enemy of the State) gesehen. In dem Film spielt die NSA die Hauptrolle, es geht um die Frage, ob man flächendeckende Überwachung zulassen darf, und es zeigt, was passiert, wenn ein rechtschaffender Staatsbürger in Verdacht gerät — ohne zu wissen warum überhaupt. Der Film endet mit Larry King, der sich selbst spielt und in seiner Talkshow einem überwachungsbegeisterten Politiker diese Frage stellt:

How do we draw the line between protection of national security — obviously the government’s need to obtain intelligence data — and the protection of civil liberties? Particularly the sanctity of my home. You’ve got NO RIGHT to come into my home.

Tja. Es ist alles genau drin. Genau das sind die Fragen, die Angela Merkel und ihr Innenminister Friedrich und der durchgeknallte Schäuble mit einem Schulterzucken beantworten.

Und 1999 haben wir uns solche Filme als lustige Alu-Hut-Spinnerei angesehen. Das Verrückte ist: damals mussten die noch mit Wahnsinns-Satelitentechnik operieren. Heute geht’s viel einfacher mit dem Internet. Und damals mussten sie noch von Hand GPS-Tracker in Handies einsetzen. Heute machen das ja praktischerweise direkt die Handy-Hersteller selbst. Wahnsinn.

Hier der Trailer:

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