Aufruf: Zusammenstellung aller sprachlichen Verdummlustigungen zwecks Rechenschaft!

Der mutwillige Verdummlustigen der deutschen Sprache ist ein Verbrechen, das täglich begangen wird und vielen vielen Menschen schlimme Schmerzen bereitet. Es muss ein Ende haben. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Daher starten wir hiermit eine Initiative, um dererlei Schandtaten ein Ende zu bereiten.

Als erster Schritt ist dafür dringend erforderlich, den vollen Umfang der Vergehen vollständig zu erfassen. Daher wird hier gemeinsam eine Liste erstellt, die möglichst vollständig die verletztenden Sprachpanschereien erfasst. In einem kurzen morgendlichen Brainstorming mit larsbas, Nico79, SabrinaPanknin auf Twitter ergab sich bereits die folgende kleine Sammlung. Nehmen Sie die Kommentarfunktion zu Hilfe und ergänzen Sie bitte selbst alles, was Ihnen Schmerzen bereitet:

  • Schlepptop
  • Zum Bleistift
  • Schönen Glühstrumpf
  • Schankedön
  • “Tschöö mit Ö”

Kommentare

  1. Das darf doch nicht Wahrstein. ;-)

  2. Schittebön – die kleine, hässliche Schwester von Schankedön.

  3. Ich verstehe euch gut. Diese “Bleispiele” sind bereits jetzt schon “widderlich”. Ich störe mich jedoch auch an anderen Dingen: Jemand möchte unbedingt ein “Blödchen” aus dem “Backshop”. Der “Lappi” oder das “Notenbook” sind Zeugen von stumpfer Sprache. “Radschifummel” oder “Tasskaff” sind büromatische Momentaufnahmen. “Verfolgter” bei Twiter beklemmt den “Seelenhai”(l).(Hinweis: Hatte ein falsches Login eben eingesetzt…)

  4. Eine wunderbare Initiative. Der nächste Schritt müsste es dann sein, in einer groß angelegten Feldforschung die Verursacher dieser sprachlichen Verunstaltungen zu identifizieren. Wir sollten schon mal ein Spendenkonto aufmachen und Kooperationen mit sprachwissenschaftlichen Instituten anstreben…Ich weiß nicht, ob das nur regional ausgeprägt ist, aber aus Nordrhein-Westfalen kenne ich noch die Unsitte, statt zum Beispiel dreiundvierzig immer dreiundpfirsich zu sagen.

  5. “Stylishe” Klamotten und “gecancelte”, “gedownloadete” (“downgeloadet”!) sind noch extremere Fälle von Denglisch.@Lars – Mit Social Media kann man bestimmt direkt einzelne Tweets “analyzen”, Blogposts “durchscannen” und Facebook “hijacken”. Alles wird “getweakt”.

  6. @Mike – Ich habe nur das Gefühl, dass ‘Herzlichen Glühstrumpf’ zum Bleistift älter ist als Twitter… Social Media ist leider nicht auf alles eine Antwort, da müssen wir schon auf die Straße und ins Feld…

  7. “Ciao Kakao”, “Bis denne Antenne”, “Wechselstaben verbuchseln”,

  8. Mein Kollege möchte, dass noch “rein terroristisch” beigefügt wird.Viele GrüßeSabrina

  9. In Nerd-Kreisen erfreut sich auch “WinzigWeich” einer gewissen Beliebtheit :-/Wem sich das nicht gleich erschließt, der denke mal an einen marktführenden Softwarehersteller.

  10. wurst-käse-szenario ist auch groß.

  11. “Das darf doch nicht Wahrstein.”Aber Licher!

  12. “das ist mal was ganz Andreas”

  13. Das kann ja jever sagen! Witzisch! Echt interessant, dass es zu diesem Thema mal wieder so eine Aktion gibt. Überwiegend Menschen aus der Kommunikationsbranche mit akademischem Hintergrund wollen die deutsch Sprache retten. Nur: Geht doch mal auf eine Vereinsfeier irgendwo auf dem Land, oder einen All-inklusiv-Dom-Rep-Urlaub, dann werdet Ihr sehen, dass das Volk so spricht ;-) und sich dabei wegkugelt. Ausflüge von Kegelklubs halten mit ihren Sprüchen Stunden lang ganze ICE-Wagen in Heiterkeitsextase. Empfehle übrigens die ZEIT aus der KW 26. geht in eine etwas andere Richtung, aber es geht um die Rettung der deutschen Sprache.

  14. KW ist ja auch so ein Begriff…

  15. Und schon beteiligt sich das ganze Büro:- Das kann ja Eiter werden- Da werden noch Generatoren von sprechen- Hallöchen Popöchen- bis baldrian- Man siebt sich- Zement mal- an und Pfirsich- Lars but not Lisa

  16. Burzeltag. Ich muss mich jedes Mal schütteln.

  17. @Viktor Deleski Nun sei doch nicht so verbissen, wo wir hier grade mal Spaß haben.

  18. Tschüssi Küssi

  19. Tschüssikowski darf wohl auch nicht fehlen. Wobei auch hier wieder die regional unterschiedliche Verbreitung in Betracht gezogen werden müsste. Was aber auch wieder die Suche nach den Verursachern erleichtern könnte.

  20. @Martin Oetting sorry, da war es wohl noch zu früh für mich am Tag ;-) wollte nicht, dass es verbissen rüber kommt. Habe auch meinen Spaß an den Kommentaren. Ist ne coole Idee. KW passt da aber nicht rein @Joerg ;-) Ciaochesku – weiß eigentlich gar nicht wie man das schreiben soll – jedenfalls ein Abschiedsgruß in Anlehnung an den rümänischen Diktator Nicolae Ceauşescu finden auch viele besonders witzig.

  21. Ernie von Stromberg: “Okese”, “Tschüßi Müsli”, “Wunderbärchen”

  22. Gilt das auch, dieses “am Ende des Tages”, das die Marketingfuzzis so gerne in ihre pseudo-intellektuellen Phrasen einfließen lassen? ;-) …ich glaube, wenn ich das demnächst wieder mal in einem Interview ertragen muss, flipp ich aus *g*

  23. alles klärchen . . . oder

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