Absolut erstklassige Recherchearbeit. Hut ab.

Gerade den folgenden Satz bei turi2 gelesen:

“Microsofts Geheimtreffen mit Verlegern, bei dem es angeblich um die exklusive Einbindung von News bei Bing und eine Allianz gegen Google ging, gab es möglicherweise gar nicht – zumindest konnte der Branchendienst Meedia in Deutschland keinen einzigen Teilnehmer aufspüren.”

Hier der Text bei MEEDIA dazu.

Aha. So finden Journalisten also heraus, ob Geheimtreffen stattgefunden haben. Sie rufen an – wie einfach! Da muss man erstmal drauf kommen! Das haben die Spione im kalten Krieg sicher auch so gemacht. Wenn die Amerikaner wissen wollten, wo die Russen als nächstes geheim neue Atomraketen stationieren werden, haben sie was getan? Na klar: sie haben bei den Russen angerufen!

Das zeigt insgesamt, wie schräg der Beruf der Journalisten mittlerweile drauf ist. Und die Leute, über die sie schreiben. Sie rufen an, um etwas über geheime Treffen zu erfahren, denn sie gehen – wohl dank jahrelanger Erfahrung – natürlich davon aus, dass bei einem heimlichen Treffen gegenüber so gut wie jedem Diskretion geübt wird. Nur nicht gegenüber Journalisten.

Dass sie das in diesem Fall vielleicht sogar mit gutem Grund tun konnten, ist klar: auf der anderen Seite sitzen in diesem Fall ja auch Journalisten…

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